Donnerstag, 25. Juni 2015

Rezension zu „Joppe“

Joppe
Ein Kuscheltier auf Abwegen

(mag). Jan ist ein Kindergartenkind, das wie viele Kinder in dem Alter ein Lieblingskuscheltier hat. Sein heißgeliebter Stoff-Maulwurf heißt Joppe und muss bei allem, was Jan tut, dabei sein. Bei den Unternehmungen der beiden kommt es immer wieder zu der größtmöglichen Katastrophe: Jan verliert Joppe oder kann ihn nicht wiederfinden.

In dem Kinderbuch „Joppe“ erzählt die schwedische Autorin Gunnel Linde von den unglaublichsten Abenteuern, die das kleine Stofftier erlebt. Joppe passieren allerhand Missgeschicke: Er wird unter anderem von einem Hund geschnappt, bleibt im Fahrstuhl stecken, fällt in eine Baugrube und treibt in einer Schüssel fast aufs offene Meer hinaus. Jan und seine Mutter Kerstin haben alle Hände voll zu tun, Joppe wiederzufinden und zurückzuholen. Bei diesen Rettungsaktionen lernen die beiden den netten Nachbarn Per Olsen kennen, der als unverzichtbarer Helfer Joppe aus mancher misslichen Lage befreit. Da Joppe in jedem Kapitel verloren geht, lernen sich die alleinerziehende Mutter von Jan und der Nachbar schnell näher kennen. Im letzten Kapitel findet dann nach einer weiteren gelungenen Hilfsaktion gerade noch rechtzeitig eine Hochzeit statt.

Die elf Abenteuer in dem bebilderten Kinderbuch „Joppe“ sind alle sehr spannend geschrieben, aus dem Schwedischen von Birgitta Kicherer übersetzt. Die dramatischen Episoden sind zum Teil recht unwahrscheinlich, da aber alle gut ausgehen, stört das die kleinen Leser sicherlich nicht. Gunnel Linde erzählt mit viel Phantasie und vor allem Humor eine hinreißende Geschichte, bei der man mit den sympathischen Figuren mitfiebert und jedes Mal erleichtert ist, wenn Joppe wieder bei Jan in den Armen ist. Das Buch ist in einer einfachen, leicht lesbaren Sprache geschrieben, sodass es nicht nur für Kinder ab sieben Jahren zum Vorlesen geeignet ist. Auch für Leseanfänger ist „Joppe“ ein Vergnügen, da die Spannung der Geschichte zum Weiterlesen anregt.

Besonders gelungen sind die einfachen, klaren Illustrationen in dem Buch „Joppe“ von Ole Könnecke. Er hat jedes Kapitel mit einem zweifarbigen Bild versehen. Der kleine Maulwurf mit seinen großen Augen ist dort in den abenteuerlichsten Lebenslagen zu sehen. Die liebevollen Bilder ergänzen die Geschichten wunderbar, besonders weil Ole Könnecke ein Meister darin ist, mit wenigen Strichen die unterschiedlichsten Gesichtsausdrücke aufs Papier zaubern.

Das spannende und hinreißend illustrierte Kinderbuch „Joppe“ ist ein Lesevergnügen für alle, die ein Kuscheltier haben und diesen Liebling sicher schon einmal verzweifelt gesucht haben!


Gunnel Linde
Joppe
Mit Illustrationen von Ole Könnecke
Aus dem Schwedischen von Birgitta Kicherer
Gerstenberg Verlag, Hildesheim
ISBN 978-3-8369-5092-3
3. Auflage 2015, 126 Seiten, mit zahlreichen zweifarbigen Illustrationen, Hardcover gebunden, Format 16 x 21,5 cm.
Preis: € 12,95 (D) / € 13,40 (A) / sFr 18,60



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Freitag, 20. Februar 2015

Kurzvorstellung Neuerscheinung im Taschenbuch

Dickes Fell
Der vierte Fall für die Erdmännchen Ray und Rufus im Berliner Zoo 

(sl). Frühling im Berliner Zoo: Endlich raus aus dem Bau! Meisterschnüffler Ray ist mehr als erfreut, als Privatdetektiv Phil Mahlow am Gehege auftaucht. Allerdings ist dieser ein bisschen blass um die Nase und redet von einem neuen Fall. Auf Rays Frage, worum es geht, antwortet der Detektiv: „Um mich“ und bricht blutend zusammen. So stolpert das Erdmännchen-Ermittlerteam Ray und Rufus in ein weiteres Abenteuer, das für Detektiv Phil sehr persönlich wird…

Nach „Ausgefressen“, „Voll Speed“ und „Dumm gelaufen“ legt Autor Moritz Matthies, übrigens ein Pseudonym, mit „Dickes Fell“ seinen vierten Fall rund um die Erdmännchen im Berliner Zoo vor. Hinter den Erfolgen der Vorgängerbände dürfte auch dieses Buch kaum zurück bleiben, sind doch Spannung und Komik in einer gesunden Mischung für Liebhaber kurzweiliger Unterhaltung garantiert.


Moritz Matthies
Dickes Fell
Scherz im Fischer Verlag, Frankfurt am Main
ISBN 978-3-651-02228-7
Originalausgabe, 1. Auflage 2015, 316 Seiten, Klappenbroschur.
Preis: € 14,99 (D) / € 15,50 (A) / sFr 21,90 




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Mittwoch, 14. Januar 2015

Rezension zu „Mathildas Katze“

Mathildas Katze
Bezauberndes Bilderbuch über eine tierische Freundschaft zwischen Kind und Katze 

(sl). Mathilda liebt ihre Katze über alles. Und möchte natürlich alles mit ihr teilen und zusammen machen: Dreirad fahren und Kaffeekränzchen halten, Ritter spielen und sich mit verrückten Hüten verkleiden, malen und Gute-Nacht-Geschichten lesen. Aber mag Mathildas Katze das eigentlich auch?

Emily Gravett, preisgekrönte Autorin und Illustratorin zahlreicher Bilderbücher, ist mit „Mathildas Katze“ ein bezauberndes Bilderbuch über die tierische Beziehung zwischen Kind und Katze gelungen. Die kurzen Texte, aus dem Englischen von Uwe-Michael Gutzschhahn übersetzt, sind auch optisch abwechslungsreich gestaltet. Die großen Illustrationen zeigen mit Augenzwinkern und leisem Humor, was so alles in der Katze vorgeht, während Mathilda, überwiegend mit einem Katzenkostüm bekleidet, sich wundert, dass ihre Katze es nicht so toll findet, wenn Mathilda ihr zum Kaffeekränzchen Bananen serviert oder die Gute-Nacht-Geschichte von Hunden handelt. Emily Gravetts Bilder sind genial, unglaublich liebevoll und wirklich witzig. Eigentlich sprechen die Abbildungen für sich, man könnte das Bilderbuch für Kinder ab drei Jahren auch ohne Texte erzählen.

„Mathildas Katze“ ist für alle, zu deren Familie auch eine Katze gehört, eine wunderschöne Bereicherung und ein sanftes Plädoyer dafür, ein Tier nicht zu sehr zu vermenschlichen!

© Steffani Lehmann von Literaturtipp.com


Emily Gravett
Mathildas Katze
Aus dem Englischen von Uwe-Michael Gutzschhahn
Sauerländer im S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main
ISBN 978-3-7373-5069-3
1. Auflage 2014, 32 Seiten, durchgehend farbig illustriert, Hardcover gebunden, Format 25,5 x 25,5 cm.
Preis: € 14,99 (D) / € 15,50 (A) / sFr 21,90


 

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Dienstag, 13. Januar 2015

Kurzvorstellung Neuerscheinung im Taschenbuch

Die Monroe in mir
Wer mit dem Rauchen aufhören will, der kann was erleben

(sl). Neues Jahr, neues Glück – und neue Vorsätze. Einer davon ist meistens: Mit dem Rauchen aufhören. Das will auch die Protagonistin im Roman „Die Monroe in mir“ von Claus Vaske.

Maike will unbedingt mit dem Rauchen aufhören. Als ihre beste Freundin Franzi von ihrem Hypnose-Workshop auf La Gomera zurück ist, soll sie ihr dabei helfen. Doch als Maike aus der Hypnose erwacht, fühlt sie sich nicht nur ganz anders, nein, sie sieht auch anders aus! Und in ihrem Kleiderschrank hängen jetzt nur noch die edelsten Fummel. Offenbar ist Maike eine Art Reinkarnation von Marilyn Monroe! Ganze vier Tage sind vergangen, an die sie sich nicht mehr erinnern kann. Nur eins steht fest: In dieser Zeit hat sie so viel Geld ausgegeben, wie sie nicht mal in einem halben Jahr verdient, und der Starfriseur am Ort ist ihr bester Freund. Aber trotz des Schreckens und der Verwirrung fühlt sich Maike eigentlich ganz wohl in ihrer neuen Haut – wenn es nur mit der Liebe nicht so fürchterlich kompliziert wäre…

Claus Vaske hat nicht nur das großartige Talent, sich in die Gefühlswelten und das Seelenleben von Frauen hineinzudenken, sondern ist mit „Die Monroe in mir“ auch eine herrliche Verwirr- und Liebeskomödie gelungen.


Claus Vaske
Die Monroe in mir
Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main
ISBN 978-3-596-18928-1
Originalausgabe, 1. Auflage 2014, 250 Seiten, Taschenbuch.
Preis: € 9,99 (D) / € 10,30 (A) / sFr 14,90


 

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Donnerstag, 8. Januar 2015

Rezension zu „Elvis 1935 – 1977“

Elvis 1935 – 1977
Einzigartiger Bildband in limitierter Auflage zum 25. Todestag von Elvis Presley

(sl). Als Elvis Presley am 16. August 1977 mit nur 42 Jahren starb, stürzte die unfassbare Nachricht Millionen Fans in große Trauer. Anlässlich dieses Gedenktages hat Autor Robert Gordon einen beachtenswerten Bildband geschrieben: „Elvis 1935 – 1977“, in limitierter Auflage erschienen.

Schon das Format zieht den Blick auf sich: Einer Langspielplatte ähnlich sehend, steckt das Buch in einem Schuber. Nimmt man es heraus, ist es spätestens beim Öffnen um einen geschehen, denn dieser Bildband ist einfach genial – und selbst das ist noch untertrieben. Dabei sei anzumerken, dass ich gar kein Elvis-Fan bin und trotzdem war ich restlos begeistert. Für einen echten Fan dürfte „Elvis 1935 – 1977“ wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag zusammen sein.

Die 64 Seiten stecken voller Überraschungen: Auf der zum Buch gehörenden exklusiven Audio-CD sind 60 Minuten Originalinterviews aus den Jahren von 1955 bis 1972 von Elvis zu hören. Zahlreiche herausnehmbare Faksimiles machen den Bildband zu einem Sammelsurium von persönlichen Erinnerungsstücken, die Elvis’ Leben begleiteten: Angefangen von seinem aufklappbaren Lieblingsbuch, über die Quittung seiner ersten Gage bis hin zu einem Liebesbrief an seine Freundin. Aber auch Dinge, die jeder Fan sammeln würde, sind in „Elvis 1935 – 1977“ noch mal zu sehen und teilweise in die Hand zu nehmen: Erste Werbefotos mit Autogramm von Sun Records, ein Kinoprogramm von „King Creole“ oder auch verschiedene Eintrittskarten. Alles in so hoher Qualität, als seien sie wirklich echt. Für „Elvis 1935 – 1977“ hat das Elvis-Presley-Archiv in Graceland erstmals die Reproduktion dieser ausgewählten Dokumente gestattet.

Der kenntnisreiche Text von Autor Robert Gordon liest sich, als würde ein enger Freund Elvis’ Geschichte erzählen. Einfühlsam und sehr persönlich geschrieben, zieht sein Leben beim Lesen an einem vorbei: Elvis Aron Presley, dessen Musik, seine Ausstrahlung und sein überwältigender Erfolg Musik- und Showgeschichte schrieben – uund für dessen Ruhm er einen hohen Preis bezahlte: sein früher Tod. Der „King of Rock ’n’ Roll“, wie Elvis schon zu Lebzeiten genannt wurde, war und ist eine Legende.

In „Elvis 1935 – 1977“ wird ein authenti­sches Bild des legendären Künstlers gezeigt – ein einzigartiger Bildband und ein unvergleichliches Sammlerstück!

© Steffani Lehmann von Literaturtipp.com


Robert Gordon
Elvis 1935 – 1977
Goldmann Verlag, München
ISBN 3-442-30985-9
Limitierte Auflage 2002, 64 Seiten, mit Audio-CD, durchgehend farbig illustriert, Hardcover gebunden im Schuber, Großformat 31 x 27,5 cm.
Preis: € 49,90 (D) / € k. A. (A) / sFr 81,50




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Mittwoch, 7. Januar 2015

Rezension zu „Die kleine Raupe Nimmersatt“

Die kleine Raupe Nimmersatt
Das besondere Spielbilderbuch 

(sl). Dass Eric Carle vor genau 40 Jahren mit „Die Raupe Nimmersatt“ einen Kinderbuchklassiker schreiben und illustrieren würde, hätte der Autor sicher selbst am wenigsten gedacht. Doch das Bilderbuch, in dem sich eine kleine Raupe auf ihrem Weg zum Schmetterling durch zahlreiche Sachen frisst und das wohl kaum noch einer besonderen Vorstellung bedarf, ist aus Kinderzimmern auf der ganzen Welt nicht mehr wegzudenken, Generationen sind bis heute mit der „Raupe Nimmersatt“ aufgewachsen, und der Gerstenberg Verlag hat das Werk inzwischen in zahlreichen Varianten herausgegeben.

Eine besonders schöne Ausgabe für Kinder ab zwei Jahren stellen wir hier vor: „Die kleine Raupe Nimmersatt – Das besondere Spielbilderbuch“. In einem farbig gestalteten Karton liegt neben dem Bilderbuch in kleinerem Format mit stabilen Seiten für die ganz kleinen Kinder eine „echte“ Raupe aus Holz von PlanToys® dabei. Diese Raupe ist aus bemaltem Holz und hat vier Räder, sodass man sie, wenn man ein langes Band an sie knotet, was leider nicht dabei ist, hinter sich her ziehen kann. Die Holzraupe selbst besteht aus einzelnen Holzelementen, die beweglich sind, und sieht wirklich genauso süß aus wie ihr von Eric Carle geschaffenes Bilderbuchpendant.

Mit dem unverwüstlichen Set „Die kleine Raupe Nimmersatt – Das besondere Spielbilderbuch“, bestehend aus Pappbilderbuch und Holzspielzeug, machen Sie als Geschenk garantiert nichts falsch!

© Steffani Lehmann von Literaturtipp.com


Eric Carle
Die kleine Raupe Nimmersatt
Das besondere Spielbilderbuch
Aus dem Englischen von Viktor Christen
Gerstenberg Verlag, HildesheimISBN 978-3-8369-5060-2
Geschenkset mit Spielzeugraupe von PlanToys®, 13. Auflage, 26 Seiten, durchgehend farbig illustriert, Hardcover mit Lochstanzungen, Format 18 x 12,5 cm.
Preis: € 19,90 (D) / € 20,50 (A) / sFr 27,90


 

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Montag, 5. Januar 2015

Verlosung DVD „Die Schöne und das Biest“

Anlässlich des Verkaufsstarts verlosen wir in Kooperation mit „Concorde Home Entertainment“ die DVD „Die Schöne und das Biest“.

Mit „Die Schöne und das Biest“ inszenierte Regisseur Christophe Gans eine der schönsten Liebesgeschichten im modernen Gewand – mit aufwändigen Special Effects, opulenter Ausstattung und einem großartigen Star-Aufgebot. Frankreichs Ausnahmetalent Léa Seydoux spielt die anmutige Kaufmannstochter Belle, die sich in ein schreckliches Biest, verkörpert vom französischen Kinostar Vincent Cassel, verliebt.
Foto: © 2014 TMG/Concorde Home Entertainment
Im Jahre 1810 verirrt sich ein Kaufmann (André Dussollier) in das verwunschene Schloss eines bedrohlichen Biestes (Vincent Cassel), das ihm zunächst Unterkunft gewährt. Als der Kaufmann jedoch für seine Lieblingstochter Belle (Léa Seydoux) eine Rose pflückt, zieht er den Zorn des Schlossbesitzers auf sich, der ihn für den Diebstahl zum Tode verurteilt. Da Belle sich für das Schicksal ihres geliebten Vaters verantwortlich fühlt, nimmt sie seinen Platz ein. Doch statt des sicheren Todes erwartet die junge Frau im Schloss ein Leben voller Magie. Jede Nacht träumt sie von einem Prinzen, der eine schwere Sünde beging und dafür bestraft wurde. So offenbart sich ihr, dass der stattliche Prinz und das wilde aber einsame Ungeheuer ein und dieselbe Person sind. Belle öffnet dem Biest mit der Zeit ihr Herz und kämpft mutig darum, es von seinem Fluch zu befreien.
Wie Sie Ihre Chance zum Gewinn der DVD nutzen? Ganz einfach: Beantworten Sie bitte die folgende Frage: Welche deutsche Schauspielerin und Sängerin ist in diesem Film in einer Nebenrolle zu sehen?
Schreiben Sie Ihre Antwort per E-Mail an gewinnspiel@literaturtipp.com mit dem Stichwort „Die Schöne und das Biest“ und vergessen Sie bitte nicht, Ihre vollständige Adresse anzugeben. Mitmachen dürfen nur Leser/innen mit Wohnsitz in Deutschland.
Einsendeschluss ist der 15. Januar 2015.
Mitarbeiter der Redaktion Literaturtipp.com und von „Concorde Home Entertainment“ sind von dieser Verlosung ausgeschlossen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die/der Gewinner/in werden per E-Mail benachrichtigt.

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